Biendorf

Ortsteile

Reise durch die Ortsteile

Biendorf, die Gemeinde mit den sieben Gutsanlagen

Berghausen, Biendorf, Büttelkow, Gersdorf, Hof Jörnstorf, Jörnstorf, Körchow, Lehnenhof, Parchow, Sandhagen, Uhlenbrook, Westenbrügge und Wischuer
bilden den Reigen der 13 Dörfer, aus denen sich die Gemeinde Biendorf zusammensetzt.

Biendorf, das alte wendische Teichdorf, gibt der Gemeinde den Namen. Hier findet sich eine mittelalterliche Feldsteinkirche, die im 19. und Ende des 20.Jahrhundert renoviert und ausgestattet wurde. Vor der Kirche stehen zwei kniende Linden als selten zu sehendes Naturdenkmal. Ein gut besuchter Kindergarten und ein Gemeindehaus, die beide 2009 energetisch und optisch runderneuert wurden, Räume für die Jugend, ein kreativer Naturspielplatz, ein Rodelberg, eine Sauna und nicht zuletzt das gut organisierte Dorffest mit anschließendem Höhenfeuerwerk machen diesen Ortsteil für Familien so attraktiv.

Auf der Straße von Biendorf nach Wischuer beginnt zwischen einem Kuhstall und einem bunt gestalteten Buswartehäuschen der Granitsteinweg ins Dorf Büttelkow. Dort steht ein renoviertes Herrenhaus inmitten eines lauschigen Parks mit einem kleinen See, der früher eine alte Wasserburg wehrhaft umschloss. Heute kann jedermann ins „Schloss“, denn es gibt dort Ferienwohnungen (www.buettelkow.de) und Kunstkurse in gut ausgestatteten Werkstätten. Am „Schloss“ vorbei führt ein Kunstwanderweg über die Feldmark, Waldsiedlung und zurück. Ein Kuss auf dem großen steinernen Sofa in Herzform am Rundweg soll Glück für die Partnerschaft bringen.

Weiter geht es auf der Straße nach Wischuer mit dem obligaten Häuser-Block im Zentrum. Ein feines Hotel (www.ostseeresidenz.de) gegenüber lädt Gäste ein, für das leibliche Wohl bietet der gediegene Landgasthof (www.gast-wischuer.de) mit Übernachtung das Seine. Pferdeliebhaber sind dort willkommen und Kinder können Reitstunden nehmen. Wer lieber länger bleiben mochte, hat sich dort in der entstandenen Ferienhaussiedlung ein Häuschen gekauft. Heimelige Reetdachhäuser runden das Dorf ab.

In Gersdorf angekommen, fällt das schmucke Herrenhaus ins Auge, in dem der preußische General Graf von Moltke das Lebenslicht erblickte. Auch hier können Ferien (www.ibs-architekten.de) verbracht werden. Den Gartensaal schmückt dort ein schön restauriertes Wandgemälde mit einer süditalienischen Landschaft in einer Qualität, die erst in Ludwigslust wieder zu finden ist. Zu erwähnen ist noch die denkmalgeschützte Schmiede am Schmiedeteich.

Auch das nächstgelegene Körchow wird durch ein frisch saniertes klassizistisches Gutshaus geschmückt, das einzigartig in seiner Art in Mecklenburg zusätzliche niedrige Seitenflügel aufweist. Ansonsten ist das Dorf landwirtschaftlich geprägt durch den Sitz der Agrargenossenschaft Körchower Land und den Betrieb für Fördertechnik. Mit über 20 Beschäftigten gehören beide Betriebe mit zu den größten Arbeitgebern der Gemeinde.

In Sandhagen, dem verkehrsmäßig am besten angeschlossenen Ortsteil der Gemeinde, mit seiner Anbindung zur B 105 und dem Bahnhof an der Bahnstrecke Wismar-Rostock, nutzt nichtruhestörendes Gewerbe wie u.a. die Firma Hanseatische Umwelt (www.hanseatischeumwelt.de) mit alternativen Heizungsprodukten ehemalige landwirtschaftliche Gebäude.

Das Hotel Störtebeker (www.hotelstoertebeker.net) in Jörnstorf, ebenfalls an der B105 gelegen, lädt zu Einkehr und Übernachtung ein. Von außen eher trutzig anzusehen, entfaltet es in seinem Inneren den Charme eines hübschen, liebenswerten Hotels. In Mecklenburgs größtem Gartenmöbelhaus (www.gartenmoebelcenter.de) lässt sich auch das eine oder andere Stück für das Gartenambiente finden. Zudem gibt es in Jörnstorf die alt eingesessene Gärtnerei Kreutzfeldt und den Pferdehof „Schwalbennest„
(ww.hof-schwalbennest.de).

Auf der anderen Seite der B105 findet man in Lehnenhof wieder ein historisches Gutshaus mit Park, errichtet um 1910 vom bekannten Mecklenburger Architekten Paul Korff. Der Gutshausbau löste auch die umliegende Besiedelung aus. Einen Abstecher ist das Gutshaus allemal wert.

Zumal im nächsten Dorf Westenbrügge ebenfalls eine gut erhaltene Gutsanlage liegt. Ein alter Hanse-Handelsweg führt am 300 Jahre alten neu renovierten Gutshaus mit dem Mezzaningeschoß vorbei. Integriert in den Gutspark ist eine 200jährige Lindenallee, gepflanzt in Kreuzform, in der Nähe der aus dem 13. Jhd. stammenden Kirche. Der Hellbach windet sich durch das Dorf und speiste früher den Wassergraben des Gutshauses. Die Einwohner haben zwei Gaststätten und einen kleinen Lebensmittelladen im Dorf.

Ca. 1 km südlich von Westenbrügge befindet sich das Vorwerk Uhlenbrook, das 2005 sein 760 jähriges Bestehen gefeiert hat. Der Ortseingang aus Richtung Krempin wird durch ein imposantes Baumtor markiert. Interessante Waldführungen können dort von Touristen gebucht und auch der Kettensägeschein kann dort erworben werden (http://waldundmotorsaege.npage.de).

Das Gutsdorf Parchow ist ein Eldorado für Liebhaber des Geheimnisvollen. Die Gutshausruine und einige unbewohnte Häuser scheinen uralte Geschichten zu erzählen. Eine Wiederbelebung des Gutshauses wäre optisch dennoch wünschenswert. Gestaltet ist das Dorf vor allem durch die Parkanlage des ehemaligen Gutes.

Hof Jörnstorf hat das siebte Gutshaus der Gemeinde zu eigen. Die alte Hofstruktur ist noch sichtbar, jedoch durch die eingeordnete Wohnbebauung und den Abriss der alten Stallgebäude etwas eingeschränkt. Ein ehemaliges Feuerwehrhaus mit Veranstaltungssaal verstärkt den dörflichen Charakter dieser Gutssiedlung. Der Hof Brüsehaber mit Pferden und Kühen ist seit vielen Generationen in Familienbesitz.

Nicht zuletzt ist der Ortsteil Berghausen mit seiner Erdholländer Mühle zu nennen. Ursprünglich war es das Gewerbegebiet von Neubukow, ging aber 1996 in das Gebiet der Gemeinde Biendorf über. Zur Zeit ist das Gewerbegebiet zu etwas mehr als 50% besiedelt, u.a. mit einem Aufzuchtbereich für den Frischeierbetrieb. Auch der Schützenverein hat dort seinen Schießplatz. Am Ende dieser dörflichen Reise ist noch auf die landschaftlichen Schönheiten zwischen den einzelnen Ortsteilen der Gemeinde Biendorf hinzuweisen . Diese müssen jedoch erwandert oder erradelt werden, denn mit Worten sind diese nicht so einfach zu beschreiben. Ein die Ortsteile verbindender Naturlehrpfad mit seinen weithin sichtbaren Bienenwabenschildern leitet durch die Landschaft.